Donnerstag, 25. Mai 2006
Alle reden vom Wetter


Wir auch.

Weil wir uns eins fühlen mit dem Negativen daran? Eine gewagte Überinterpretation. Das tut, auf ihre Art, die bloggende Neue Innerlichkeit. Zu hauf übrigens. Weil wir zu den Dreckspropheten der Klimaverschmutzung gehören und klammheimliche Freude daran haben? Um Himmels willen, nein!

Der Blick durch die Scheibe legt es einfach manchmal nahe. Die Perspektive über die engeren Kontexte des Verstehens weitend, Zufall also. In diesem Sinne - reden wir über das Wetter: Wolkenbilder, Lichtwechsel, Farbenspiele. Gute, lesenswerte Interpretationen des Sichtbaren zielen bisweilen auf das Erzeugen von Mehrdeutigkeiten, nicht Eindeutigkeit. Das kann schief gehen, klar. Vor allem wenn man die Horizonte nicht unmittelbar vollständig einsehen oder begrenzen kann. Da hilft dann im Zweifel der Diskurs.

Das Studium des Wetters, immerhin, schärft die Gefühligkeit dafür, dass man irren kann. In der Meterologie, wie in der Hermeneutik. "Der Wind hat mir ein Lied erzählt." Dabei waren es nur vereinzelte, nicht auf einen berechenbaren Ursprung zurückführbare Windböen. Verzeichnungen, ohne festen Zusammenhang und ohne ganz so tiefen Sinn. Meine ich.

Für ungewollte Missverständnisse aller Art: Sorry!

... link (0 Kommentare)   ... comment